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Die Geschichte von Glenfiddich
Im Herbst 1886 kaufte William Grant ein Stück Land im Tal des River Fiddich - in der Speyside, also mitten im tiefsten Herzen der schottischen Highlands. Hier erbaute er mit seiner Familie die Glenfiddich Distillery buchstäblich mit eigenen Händen. Sie arbeiteten lang und hart, um sich ihren Traum zu erfüllen. Am Heiligen Abend des Jahres 1887 floß schließlich der allererste Glenfiddich Whisky aus den Brennblasen.
Der durch größtes handwerkliches Können, harte Arbeit und liebevolle Hingabe von der Familie erschaffene Single Malt stellte sich als wirklich außergewöhnlich heraus. Das kristallklare Wasser aus der Quelle "Robbie Dhu", die Gerste, die reine Luft der Highlands und die ungewöhnlich kleinen Brennblasen brachten einen unübertrefflichen Single Scotch Malt Whisky hervor - wie es sich William Grant erhofft hatte.
Heute ist Glenfiddich zum beliebtesten Single Malt Scotch Whisky geworden, der überall auf der ganzen Welt geschätzt wird. Trotz der überwältigenden Nachfrage haben die Nachkommen William Grants jeder Versuchung widerstanden, Kompromisse einzugehen oder die Produktionsweise zu ändern. Glenfiddich wird immer noch am gleichen Ort gemacht, mit dem gleichen Wasser, dem gleichen Destillationsverfahren und die traditionelle Meisterschaft des Malt Masters, des Kupferschmieds und des Küfers werden heute ebenso hochgehalten wie damals.
Glenfiddich: Die Stufen der Herstellung
In der Glenfiddich Distillery stehen die Leidenschaft für höchste Handwerkskunst und Qualität bei jedem einzelnen Schritt der Produktion im Mittelpunkt. So stellen wir sicher, daß nur der allerbeste Single Malt Scotch Whisky hergestellt wird.
Malt Whisky ist das Produkt aus drei natürlichen Grundstoffen: gemälzte Gerste, Quellwasser und Hefe. Es werden freilich sehr viele Herstellungsschritte benötigt, die wir im folgenden darstellen:
Mälzen
Die Glenfiddich Distillery benutzt ausschließlich die beste gemälzte Gerste von speziellen Mälzereien, die entsprechend genauen Vorgaben verarbeitet wird. Um die Keimung anzuregen wird, reife Gerste zwei Tage lang in Wasser eingeweicht. Vier bis fünf Tage lang darf sich die Keimung fortsetzen. Dabei wird auch die Verwandlung der natürlichen Stärke in Zucker gestartet. Dieser "grüne Malz" (green malt) wird dann über Torffeuer getrocknet und in der Brennerei als malted barley, als Gerstenmalz, angeliefert.
Das Mash House (Maischhaus)
Das Gerstenmalz wird zunächst grob gemahlen zu einer Art Mehl, das grist genannt wird. Das wird dann mit dem erhitzten, klaren Quellwasser aus der Quelle Robbie Dhu in den nahen Convall Hills vermischt und in die Maischebottiche, die mash tuns, gepumpt. Das heiße Wasser vollendet die Umwandlung der Stärke in Zucker, der, weil löslich, sich mit dem Wasser verbindet. Nach ungefähr sechs Stunden erhält man eine süße Flüssigkeit, die Würze, wort, genannt wird. Sie wird abgepumpt, gekühlt und für die Gärung verwendet.
Die Washbacks (Gärbottiche)
Während die Würze aus dem Kühlgerät in die aus Holz gefertigten Gärbottiche, die washbacks, gefüllt wird, wird ihr Hefe zugesetzt. Die Gärung läßt die Temperatur auf ca. 330° C steigen. Weil dabei Kohlendioxyd produziert wird, schäumt die Flüssigkeit bis zum Rand der Bottiche und muß mit einem mechanischen Rührwerk gebremst werden. Nach ungefähr 64 Stunden Gärung ist eine braungefärbte Flüssigkeit entstanden, die wash genannt wird und rund 7-8% Alkohol enthält.
Das Still House (Destillierhaus)
Die wash wird in kupfernen Brennblasen, den pot stills, destilliert. Ihre Größe und Form entsprechen haargenau denen der originalen stills, die vor über einem Jahrhundert gekauft worden waren. Die Brennblasen werden immer noch mit sog. direkten Feuer beheizt, also einer nackten Flamme direkt unter der Brennblase, und alle stills werden gepflegt und gehegt von den destillerieeigenen Kupferschmieden.
Also wird die Temperatur der wash in den Brennblasen allmählich erhöht, bis sie fast kocht und der Alkohol sich in Dampf verwandelt. Dieser steigt in den engen Hals der still empor, bevor er dann wieder nach unten geführt und schließlich in einen wassergekühlten Kondensator geleitet wird. Der macht aus dem Dampf eine Art Zwitterflüssigkeit, die low wines genannt wird. Sie enthalten ungefähr 21% Alkohol und werden nun erhitzt in der ungewöhnlich kleinen zweiten Brennblase, der spirit still, einer kleineren Version der wash still. Wie zuvor wird der Alkoholdampf abgezogen und gekühlt. Alkohol tropft nun in den spirit safe, in dem der Fluß des Destillats kontrolliert werden kann. Das ist ein entscheidend wichtiger Prozeß, weil nur das sog. Mittelstück, "heart of the run", also das Herz der Destillation, für die Reifung verwendet werden kann. Der erste und letzte Teil des Durchlaufs, der foreshot und die feints, bilden zusammen mit den low wines einer neuen ersten Destillation die nächste Partie für die spirit still.
Lagern
Die entstandende alkoholische Flüssigkeit, genannt new spirit, enthält rund 63% Alkohol, ehe sie in handgemachte Eichenfässer gefüllt wird, die in der destillerieeigenen Küferei gefertigt und repariert werden. Diese Fässer werden aufbewahrt ausschließlich in den eigenen Lagerhäusern der Brennerei, wo sie lange Jahre reifen dürfen. Dieser Reifeprozeß wird sorgfältig und genau überwacht vom Glenfiddich Malt Master, der sicherstellt, daß der Single Scotch Malt Whisky über die nächsten Jahre den unverwechselbaren, harmonisch-ausgewogenen und einzigartigen Geschmack von Glenfiddich bekommt.

Abfüllung
Nach 12 Jahren, wenn der Whisky zur Perfektion herangereift ist, werden die Fässer geleert und der Malt wird mit dem reinen Wasser aus der Robbie Dhu-Quelle "gecuttet", also in seiner Alkoholstärke reduziert, ehe er dann an Ort und Stelle in der Glenfiddich Distillery selbst in die Flaschen kommt.
Das innerste Geheimnis des Destillierens liegt im still house, dem Gebäude mit den kupfernen Brennblasen, die pot stills genannt werden. Woran es liegt, daß diese speziellen Brennblasen einen Whisky mit dem einzigartigen Geschmack des Glenfiddich hervorbringen? Niemand kennt die Antwort. Sicher ist nur, daß die Größe und Form der stills einen entscheidenden Einfluß auf den Charakter und die Qualität des Whisky haben. In der Glenfiddich Distillery sind die birnenförmigen Brennblasen bemerkenswert klein, vor allem, wenn man bedenkt, daß ihr Produkt der meistgefeierte Single Malt der Welt ist. Jeder Versuchung, sie zu vergrößern, um mit der Nachfrage Schritt zu halten, wird eisern widerstanden. Kompromisse gibt es nicht: Nichts darf den unverwechselbaren Charakter des Glenfiddich gefährden.

Der Mann an den Brennblasen, der stillman, hat wahrscheinlich den heikelsten Job in der Glenfiddich Distillery. Um Single Malt Scotch Whisky herzustellen, benötigt man zwei Destillationen, eine, um aus der wash die low wines und eine zweite, um aus denen Whisky zu machen. Die zweite erfordert ein ganz präzises Urteilsvermögen, weil der kleinste Fehler die Aromen des Whisky zerstören würde - was sich freilich erst viel später herausstellt, wenn der Malt gereift ist.

Der Nachlauf, genannt feints, und die low wines enthalten etwa 25% Alkohol. Sie werden in der spirit still erhitzt, die etwas kleiner ist als die wash still.
Von Glenfiddich gibt ist unglaublich viele verschiedene Abfüllungen die von 1937 beginnen und bis zur letzten Abfüllung dem Glenfiddich Havana Reserve 21 Jahre, erschienen Ende 2002 reichen. Am meisten wird in Deutschland der Glenfiddich 12 Jahre und 18 Jahre getrunken. Importiert aus England werden noch eine weitere Vielzahl von Glenfiddich z.b. den Cask Strength die komplette Aufzählung wurde jedoch den Rahmen sprengen. Frauen lieben vor allem den Glenfiddich Likör.
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